Seniorengymnastik

Ebenfalls in der Heilig-Kreuz-Kirche werden Menschen in den besten Jahren in Bewegung versetzt.

Unter der Leitung von Renate Holst treffen sich Interessierte jeden Mittwoch zwischen 9  und 10 Uhr.
Es sind noch Plätze frei! (3 €) Tel. 78 90 45 50

Seniorentanz

Jeden Montag zwischen 15 und 17 Uhr wird der Gemeindesaal in der Nostitzstraße 6/7 zum Ballsaal verwandelt.
Mehr Informationen erhalten Sie bei Iris Günther unter der Rufnummer: 76 90 45 50.

 

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Alles hat seine Zeit: Der Seniorenclub in der Heilig-Kreuz-Kirche hat geendet:

Eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. (Joel 3,1)
Über viele Jahrzehnte war der 14täglich stattfindende Seniorenclub am Dienstag eine feste Größe im Gemeindeleben. Bis Juli 1995 traf er sich im alten Gemeindesaal in der Nostitzstraße, anschließend in der Heilig-Kreuz-Kirche. Dort war damals der Umbau noch nicht ganz abgeschlossen. Lange folgte der Seniorenclub einem bestimmten Ablauf - Andacht mit Auslegung der Tageslosung, Kaffee, Kuchen und Gespräch, Programm mit viel Gesang, Abschlusslied „Kein schöner Land“, Vater Unser und Segen – und lange gab es eine Präsidentin. Ihr oblag die Kassenführung. Die letzte Präsidentin war Frau Vorpahl, eine ehemalige Küsterin. Bei jedem Treffen wurde das Körbchen herumgegeben. Mit dem gesammelten Geld wurden Kaffee und Kuchen, Geburtstagsblumen, Ausflüge und die jährlichen Spenden für das Johannesstift und nach dem Umbau auch für die Hook-Orgel bezahlt. Pfarrer Jürgen Quandt erzählt: „Der Seniorenclub, den ich in den 1980er Jahren kennenlernte, war eine Kerngruppe der Gemeinde. Ihm gehörten 80 bis 100 Personen an, von denen 50 bis 60 stets zusammenkamen. Die meisten gingen regelmäßig zum Gottesdienst. […] Ich erinnere mich an viele Diskussionen über Experimente im Gottesdienst, über Abendmahl, über ‚Türken‘ und ‚Asylanten‘ in Kreuzberg, über den Umbau der Heilig-Kreuz-Kirche, über Hausbesetzungen und vor allem auch über eigene Kriegserfahrungen, über Flucht und Vertreibung. […] Der Höhepunkt eines jeden Jahres war die zwei- bis dreiwöchige Seniorenreise. Neben Freizeit, Erholung und Ausflügen war die tägliche Bibelarbeit entweder nach dem Frühstück oder nach dem Abendbrot der Mittelpunkt einer jeden Reise. […] Das wichtigste Datum im Gemeindekalender war der Faschingsdienstag. Dieser bestimmte den weiteren Jahreskalender. […]“ Frau Ziems, 96 Jahre, erinnert sich an eine spannende Ost-West-Begegnung mit einer Gruppe aus Nennhausen: „Wir trafen uns ein Jahr lang und tauschten uns aus, über unsere Biographien, die Unterschiede und die vielen Gemeinsamkeiten.“
Ich habe den Seniorenclub 2012 mit 12 bis 10 vor allem Besucherinnen kennengelernt. Einzigartige Menschen und ihre Lebensgeschichten habe ich gehört und gestaunt, was man in einem Leben alles erleben kann. Und, viel altes Liedgut mit wunderbaren Melodien wie „Ännchen von Tharau“ oder „Oh du schöner Rosengarten“ sind mir ins Ohr gegangen. Anregende Gespräche über Tagespolitik, Fernsehsendungen oder die „leidigen“ Probleme mit der Figur haben uns bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen aus dem Kirchencafé begleitet. Nach dem vergangenen Winter schaffen nur noch Wenige den Weg in die Kirche. Deshalb haben wir am 4. Juli 2017 zum letzten Mal zum Seniorenclub um 14.00 Uhr in die Heilig-Kreuz-Kirche eingeladen.
Die Seniorenarbeit, also die Initiativen und Aktivitäten von und mit älteren Menschen, hat sich verändert. Ob Senior, Erwachsener, älterer Mensch, Ruheständler, „Heimatloser“, 50+ oder 65+ in verschiedenen Angeboten und Bereichen unserer Gemeinde sind Begegnungen, Gespräche und Mitwirken möglich und dazu laden wir Sie ein. Viele, ganz nach Lust, Zeit und Laune, beteiligen sich heute in den sozialdiakonischen Projekten unserer Gemeinde, im Gemeindekirchenrat oder bei Festen oder sie besuchen die Tanz- und Sportgruppen oder die Bibelstunde und das Themencafé zur Frühstückszeit. Und das Kirchencafé bietet mit Kaffee oder Tee und selbstgebackenem Kuchen einen schönen Ort zum Treffen und Plaudern für Menschen.
Lydia Schulz

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