Stellungnahme der Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion zur Lage im Wohnprojekt Nostitzstraße

angesichts von  irreführenden Presseveröffentlichung

Das Wohnprojekt Nostitzstraße besteht bereits seit 1998. Gegründet wurde das Projekt von der Evangelischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion in Berlin Kreuzberg. Es dient der Beheimatung obdachloser älterer Männer. Rechtsträger und Gründerin der Einrichtung ist die Gemeinde. Das Wohnheim ist selbstverständlicher Teil der Gemeindearbeit und wird finanziell als solcher mitgetragen. Alle Mitarbeitenden, auch der Wohnheimleiter des Wohnprojektes, sind Mitarbeitende der Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde unterstützt die Arbeit durch Spendensammlungen und verzichtet auf Overheadkosten (Kosten für Werbung, Verwaltung und Geschäftsleitung). Außerdem trägt sie  die in den vergangen Jahren angefallen Verluste in sechstelliger Eurobetrag.

Derzeit leben 45 ältere wohnungslose Männer in der Nostitzstraße, die meisten von ihnen schon seit Jahren alkoholkrank und unter weiteren schweren Erkrankungen leidend.

Um Alltag und Pflege zu erleichtern, hat die Kirchengemeinde im Jahr 2010 – in Absprache mit der Wohnheimleitung –behindertenfreundliche Sanitäranlagen sowie einen behindertengerechten Aufzug einbauen lassen. Das Gebäude, in dem auch ein gemeindeeignes Nachbarschafts- und Familienzentrum beheimatet ist, wurde durch gemeindeeigene Mitteln und Mittel aus dem Umweltentlastungprogramm saniert und umgebaut.

Die Kirchengemeinde verwehrt sich von daher gegen die Behauptung, sie habe Zuwendungsmittel zweckentfremdet. Eine entsprechende Prüfung der Unterlagen durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die Jahresabschlüsse  der vergangen Jahre belegen dies.

Die Aufgaben der Wohnheimleitung hat Herr Davids für den seit September 2013 erkrankten Kollegen übernommen.

Auf Wunsch der Mitarbeitenden und um die weitere Versorgung der Bewohner gewährleisten zu können, hatte sich die Kirchengemeinde schon seit Längerem mit einem Trägerwechsel und mit dem Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte eine Kooperationvereinbarung abgeschlossen. Wichtig ist der Gemeinde hierbei, neben der Arbeitsplatzsicherheit die qualitativ guten Angebot für die Bewohner, den Projektcharakter und die Gemeindenähe zu erhalten.